WordPress oder statische Websites?

Viele stellen sich diese Frage eigentlich gar nicht mehr, weil die Installation von WordPress tatsächlich innerhalb von nur 5 Minuten (bei einigen Providern in noch geringerer Zeit) erledigt werden kann. Trotzdem wurde mir erst heute die Frage gestellt: „Lieber eine statische (HTML) Seite oder einen Blog benutzen?“. Denn immerhin gibt es ja mittlerweile auch Generatoren, die etwa Markdown in statische Websites umwandeln.

Was ist ein Blog?

Ein Blog ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Online-Tagebuch. Über dieses Online-Medium können Inhalte, News, Alltägliches, Bilder, Videos, usw. veröffentlicht geteilt und verteilt werden. Ein Blog ist ein ideales Medium wenn es darum geht, Inhalte möglichst weit zu streuen, denn die Bloggergemeinde ist mittlerweile so groß, dass es ein leichtes ist, Inhalte zugänglich zu machen und zu verteilen. WordPress ist damit allen voran. Aus dem ursprünglichen „Blog“-System ist ein großes CMS (also Content-Management-System) geworden, mit dem man ganze Portale bauen kann.

Vorteile eines Blogs

  • Blogs (z.B. WordPress) sind aufgrund ihrer übersichtlichen Bedienoberfläche kinderleicht handhabbar und schnell eingerichtet. Man erlernt wohl eher den Umgang mit einem solchen System als HTML, CSS oder gar PHP.
  • Bei Inhaltsänderungen muss nicht zwangsweise der Administrator damit beauftragt werden.
  • Es können mehrere Benutzer alle Inhalte oder nur Teilaspekte administrieren.
  • Innerhalb der veröffentlichten Seiten oder Artikel können Keywords optimal eingebaut werden.
  • Blogsysteme sind meist in ihrer Grundstruktur schon suchmaschinenfreundlich ausgelegt.
  • Suchmaschinen bewerten Blogs als aktuell, da meist regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht werden.

Ein Blog als Website?

Seit der Entstehung von Blogs hat sich auch online einiges geändert. So bewerten jetzt auch Suchmaschinen Blogs bereits besser als normale „statische Websiten“. Dies liegt wohl unter anderem daran, dass Inhalte regelmäßig und einfach veröffentlicht werden können. Google bewertet also die Aktualität und lässt es in die Suchergebnisse mit einfließen.

WordPress wurde in den letzten Jahren so angepasst und weiterentwickelt, dass man sie jetzt bereits für professionelle Webseiten nutzen kann – ohne dass man den Unterschied merkt.
Zusätzlich gibt es unzählige so genannte Plugins (also Erweiterungen) die es ermöglichen alle Funktionalitäten einer Online-Präsenz voll auszuschöpfen. Beispielsweise:

  • Suchmaschinen-Plugins
  • Newsletter-Plugins
  • Plugins zur Spamabwehr
  • Plugins zur Erstellung von Formularen
  • Plugins zur Einbindung von Analytics-Codes
  • Plugins zur Leistungssteigerung des Blogs
  • Shopping-Plugins
  • Plugins zur Darstellung der Website auf mobilen Browsern
  • Plugins die alte, nicht mehr funktionierende Links aufspüren
  • Plugins zur Einbindung von Social-Bookmarking oder Social-Media Buttons (Gefällt mir, Google +1)
  • Plugins zur Erstellung von Fotoalben
  • Und vieles, vieles mehr!

Alternativen?

Auch wenn ich uneingeschränkt und zu jederzeit WordPress empfehlen würde, gibt es doch auch noch andere Content-Management-Systeme die natürlich auch als Blog benutzt werden können. Beispiele sind Joomla, Drupal oder Typo 3.

Wer es nicht so komfortabel mag, dafür mehr Performance braucht, dem sei HTMLY oder Jekyll ans Herz gelegt. Letzteres bietet auch Markdown-Unterstützung.