Im Beruf oder im Privatleben: Mache es wie diese Möwe (aber nicht wie dieser Fisch)!

Dieser Post wurde ursprünglich von David Altmann geschrieben.

do it the tim ferriss way
Was wir von dieser Möwe lernen können

Wer behauptet eigentlich, dass man jede Menge Stress haben und sich seinen Hintern aufreißen muss, damit man seine Ziele erreicht? Diese Möwe bestätigt, was ich von Tim Ferriss („Die 4 Stunden Woche“) und anderen bereits gelernt hatte.

Seit 2006 lebe ich in Griechenland; einen Wochenendausflug auf eine Insel oder an einen der nah gelegenen Strände zu unternehmen, ist da selbstverständlich. Während einer Schifffahrt entlang des Bergs Athos (der unabhängigen Mönchsrepublik auf der Halbinsel Chalkidiki in Nordgriechenland) hatte ich das Vergnügen, einige Möwen beobachten und filmen zu können, die dem Boot in der Hoffnung folgten, von den Passagieren ein wenig Futter zu erhalten. Und während ich ihnen so zuschaute, realisierte ich, dass diese besonders intelligente Vogelart uns eine Menge über das Leben im Allgemeinen und besonders auch bezüglich unseres Berufslebens lehren kann.

Einiges davon war mir bereits aus der Lektüre von Tim Ferriss Bestseller „Die 4 Stunden Woche“ bekannt; genau genommen lehrten die Möwen mich also nichts Neues, sie veranschaulichten mir aber, dass etwas, was für uns Menschen gilt, auf irgendeine Weise auch für Tiere Gültigkeit hat (und sind wir nicht ohnehin alle Tiere? 😉 ).

Viele Menschen sind der Ansicht, dass nur harte Arbeit zur Erreichung eines Ziels führt. Gestatte mir, dass ich dem nicht 100%ig zustimme. Gewiss, harte Arbeit kann Dich voranbringen, aber die Frage stellt sich, ob die erzielten Resultate die viele harte Arbeit letztlich rechtfertigen. Wenn Du Dich dabei fühlst wie in einem Hamsterrad, dann lautet die logische Antwort: nein!

Nutze bestehende Infrastruktur und ziehe auch andere Optionen in Betracht

Aber zurück zu unserer Möwe.

Die Möwen, die dem Boot folgten, hatten ein klares Ziel: (leichte) Beute zu machen.

Statt auf dem Festland danach zu suchen oder zu jagen, hatten sie eine kluge Entscheidung getroffen: sie folgten unserem Schiff, wohl wissend, dass Menschen auf Schiffen ‚verrückt spielen‘, wenn sie Möwen (oder Fische oder Delfine …) sehen. Ergebnis: die Möwen haben es nicht mehr nötig zu jagen; stattdessen fliegen sie einfach am Schiff vorbei und warten, dass ihnen das Futter zugeworfen wird.

Nun kommt also die intelligenteste unter diesen Möwen ins Spiel. Während die anderen Möwen entschieden, nach den Brotstücken zu tauchen, die im Wasser landeten, beschloss diese besonders kluge Möwe einfach, heranzuschweben und den Menschen aus der Hand zu fressen. Wie Du im folgenden Video siehst, ist es sehr anstrengend, immer wieder vom Wasser aufzusteigen und sich auf eine Aufholjagd mit dem Boot zu begeben. Schon beim Zuschauen erkennt man, wie ermüdend das sein muss.

Also warum nicht die Gesetze der Aerodynamik (= ‚Infrastruktur‘) nutzen und einfach mit weit geöffneten Flügeln nebenher fliegen, sodass keine große Anstrengung erforderlich ist? Mit Blick auf den „Return on Investment“ ist das doch ein genialer Schachzug!

Sich den Menschen zu nähern ist nicht ohne Risiko und so konnte man fast sehen, dass dieser Vogel seine Optionen sehr genau abzuwägte:

  • „Werden sie versuchen, mir Schaden zuzufügen?
  • „Hat dieses Stück Eisen neben mir (Teil des Schiffes) irgendeinen Einfluss auf die Aerodynamik?“, oder
  • „Werden meine Flügel gegen ein Hindernis schlagen, wenn ich versuche, das Futter aus der Hand dieser Person zu nehmen?“

Es sah wirklich so aus, als wären dies die Fragen, die der Möwe durch den Kopf gingen.

Wenn Du ein eigenes Business betreibst (so wie wir ein Plugin-Business für WordPress mit unserem neuen Flaggschiff Purple Heart Rating Plugin betreiben) oder wenn Du darüber nachdenkst, eines zu starten, dann wirst du wissen, dass dies wichtige Überlegungen sind – auch für Dein geschäftliches Umfeld. Doch obwohl Du alle Umstände abwägen kannst, ist es unwahrscheinlich, dass Du jemals eine hundertprozentige Gewissheit erlangen wirst, dass alle Dinge später so laufen, wie Du sie geplant hattest. Aber Du weißt: Du hast alle Möglichkeiten erwogen und ausserdem zeigt Dir Deine eigene Erfahrung oder die Erfahrungen von anderen, dass ein Erfolg wahrscheinlicher ist als ein Misserfolg. Du musst dann letztlich nur noch den Sprung wagen …

Ich bin überzeugt: eine solche Vorgehens- und Betrachtungsweise wird in der Mehrzahl der Fälle zu einem zumindest befriedigenden Ergebnis führen; von diesem aus lassen sich dann die nächsten Schritte einleiten. Vorsicht: ich will hier niemanden ermutigen, große Risiken einzugehen, denn ich glaube nicht, dass Menschen, die große Risiken wagen, häufiger zu den Gewinnern gehören als andere. Ich würde sagen, es geht hier eher um ein „kontrolliertes“ Risiko, was in der Mehrzahl der Fälle dazu führt, dass Du das erreichst, was Du Dir vorgenommen hattest.

Lange Rede, kurzer Sinn

Die Schiffspassagiere – mich eingeschlossen – waren verrückt danach, Brotstücke in die Höhe zu halten und zu werfen, in der Hoffnung, dass die Möwe ihnen aus der Hand frisst. Einige investierten sogar 2 Euro in einen zuckerummantelten Donut, nur um den gesamten Donut in kleinen Stückchen an die Möwe zu verfüttern. Das Leben kann so einfach sein für einen Vogel, nicht wahr? Nur gut, dass dies nicht allein für Möwen gilt, sondern auch für uns ‚Zweibeiner‘ 🙂

Ich bin jedenfalls sicher, dass diese Möwe an diesem Tag nicht hungrig nach Hause geflogen ist. Vermutlich wird das die gesamte Sommer- bzw. Touristensaison der Fall sein, weil sie ein paar wesentliche Dinge darüber gelernt hatte, wie man bei geringstmöglicher körperlicher Anstrengung zu Futter kommen kann.

Schlage ich Dir an dieser Stelle also vor, dass Du nicht arbeiten und stattdessen versuchen solltest, alles umsonst zu bekommen? Auf keinen Fall! Auch die Möwe kam nicht ganz ohne Investitionen aus, denn schließlich musste sie doch die Energie zum Fliegen aufbringen, das Restrisiko auf sich nehmen, das bestand, wenn sie sich den Menschen näherte, und dergleichen. Aber alles in allem begrenzten sich ihre Anstrengungen auf ein Minimum und endeten höchstwahrscheinlich in einem Glücksgefühl, über all das Futter, das sie bekam; und das war vermutlich mehr als die anderen Möwen bekamen, die sich auf reguläre Weise auf Futtersuche begaben.

Und die Moral von der Geschichte? Arbeite klüger, nicht härter (‚work smarter, not harder‘). Aber: Sei nicht dumm, wie diese Fische im Video unten, die ich einige Tage später filmte … denn wird das Risiko unkontrollierbar und folgst Du einzig Deinen Gelüsten, kann Dich das in Schwierigkeiten bringen.

PS:

Nun, diese Geschichte ist zu gut, um wahr zu sein, und wie so oft gibt es einen Haken (kein Wortspiel, auch wenn es sich im Hinblick auf den Fisch anbietet 😉 ). Während nämlich die erwähnte, zugegebenermaßen intelligente Möwe unter einem geringstmöglichen Aufwand bekam, was sie wollte, könnte sie ihre Entscheidung dennoch früher oder später bereuen.

Was ich damit meine: ich bin fest davon überzeugt, dass wir größtenteils das sind, was wir denken (Napoleon Hill ist der Beste!) und was wir essen (ich liebe Paleo Ernährung!). Ich weiß natürlich nichts über die Gedanken dieses Vogels (auch wenn er mir bis zu einem gewissen Punkt sehr klug erschien), aber ich weiß, dass das Futter, das er jeden Tag zu sich nimmt aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nutzloses Zeug ist: Weißbrot, Kuchen und Donuts. Im Laufe der Zeit konnte ich sogar beobachten, dass er das Weißbrot in der Luft fing und wieder ausspuckte, da er ganz offensichtlich auf Kuchen gehofft hatte, den er wahrhaft verschlang. Meine Meinung bezüglich dieser Kuchen und anderer industriell gefertigter Nahrung ist: Wenn man Müll reinsteckt, kommt auch wieder nur Müll heraus (‚Du bist was Du ist‘). Vögel, die kleine Fische und Käfer jagen, sind in Hinblick auf den Nährwert ihres Futters deutlich im Vorteil. Dabei denke ich im Falle der Möwe gar nicht unmittelbar an das Risiko, aufgrund von Übergewicht einen frühen Herzinfarkt zu erleiden. Vielmehr geht es mir darum, dass Nahrung sich unmittelbar auf das eigene Wohlbefinden auswirkt. Also ein Dilemma der Möwe? Aber das ist eine andere Geschichte und nicht Thema dieses Beitrags, daher sollte es ein anderes Mal erörtert werden 😉

Wie denkst Du über die Möwe und die Art, wie sie ihre Ziele erreicht? Ist es möglich, klüger statt härter zu arbeiten, ohne in ein solches Dilemma zu geraten? Lass es mich in einem Kommentar wissen oder verwende gleich das Purple Heart Rating Plugin um den Artikel zu bewerten und dann in der erscheinden Kommentarfunktion Deine Meinung zu teilen!

 

Schöne Grüße aus Griechenland,

David

aka Marketing Buddy

Über den Autor: David war für das Marketing bei WP-Buddy zuständig, einem kleinen innovativen Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Plug-ins und Themes für WordPress spezialisiert hat. Alle Tools von WP-Buddy sind zu 100 % darauf ausgerichtet, den Erfolg deiner Onlinetätigkeiten zu erhöhen. Wenn du magst, finde hier mehr über das WP Buddy Team heraus.

Fotos und Videos von David Altmann

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