Purple Heart Artikelbewertungsplugin: Wie alles begann

„Wie kommst Du als Grafikdesigner eigentlich dazu, ein Plug-in für WordPress zu entwickeln? Verstehst Du überhaupt was davon?“

Diese Frage wird mir des Öfteren gestellt. Zu Recht natürlich, denn als Grafikdesigner verstehe ich tatsächlich nicht alles, was man eben verstehen muss, um ein nützliches Plugin für WordPress zu entwickeln. Und weil diese Frage zugleich auf die Entstehungsgeschichte unseres PHRP (Purple Heart Rating Plugin) zielt, gebe ich an dieser Stelle gern Auskunft darüber. Denn im Anfang war nur die Idee – und unsere kleine widerspenstige Mastermindgruppe, die sich erst einmal überzeugen lassen musste.

Wenn Masterminds kommunizieren …

Es begann im Spätsommer 2012. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits ein halbes Jahr lang Mitglied einer Mastermind-Gruppe. Klingt nach einem bekannten Logikspiel; tatsächlich ist eine Mastermind-Gruppe aber eine Art Interessengemeinschaft von Gleichgesinnten, die sich der Erlangung eines gemeinsamen Ziels widmet. Offiziell gilt der Bestsellerautor Napoleon Hill (u. a. bekannt durch „Denke nach und werde reich“) als Ideen- bzw. Namensgeber einer solchen Zusammenkunft. Motiviert, positiv denkend und mit dem Wunsch, einander gegenseitig mit unseren individuellen Fähigkeiten zu unterstützen, sodass jedes Mitglied von der Teilnahme an der Gruppe profitiert, kommunizierten wir vierzehntägig in einer jeweils 60 bis 90 Minuten dauernden Videokonferenz.

… können sie viel Nützliches teilen

So unterschiedlich wir Vier waren und sind, so verschiedenartig waren auch unsere Begabungen und Zielvorstellungen. Gemeinsam war uns der Wunsch, einander mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, uns in der Verfolgung der jeweiligen Ziele mental und emotional zu unterstützen. Dazu gehörte auch das Ausformulieren von Etappenzielen, die Festlegung von Zeitintervallen, innerhalb derer diese erreicht sein sollten, und dergleichen mehr. Mit dem Wissen, dass die Gruppenmitglieder nachfragen, nachhaken, nicht locker lassen, motivieren und aufbauen, arbeitet man einfach zielgerichteter und setzt die eigenen Vorstellungen rascher in die Tat um.

Aber wie werden bloß 4 lonesome Rider …

Unsere regelmäßigen Videokonferenz-Zusammenkünfte via Skype, später nutzten wir Google Hangout, erwiesen sich als äußerst motivierend und bereichernd. Und doch: Mit der Zeit fehlte uns etwas. Etwas, wodurch eine Gruppe erst entsteht: ein gemeinsames Ziel. Bis dahin war jeder mit seinen eigenen Ideen beschäftigt. Konnte das erreichen, was im Rahmen seiner Fähigkeiten eben möglich und greifbar schien. Der Griff nach den Sternen war nicht vorgesehen. So war es mir als Grafikdesigner beispielsweise kaum möglich, in CSS oder PHP zu programmieren. Benötigte ich zur Umsetzung meiner eigenen Ziele eine Anpassung meiner Webseite über perfekte Anzeigengestaltung, musste ich einen entsprechenden Dienstleister beauftragen. Folglich schmorte dann zwischen den Sitzungen doch wieder jeder im eigenen Saft, ging seinen Tagesgeschäften nach, verlor auf Dauer die höhergesteckten Ziele aus den Augen und blieb ein lonesome Rider – trotz der tollen motivierenden Unterstützung durch die Gruppe.

… zu einer Gruppe, die ihr gesamtes Potenzial nutzt?

Was tun? Zunächst einmal erfolgte eine sachliche Analyse. Uns wurde klar, dass wir unser Leistungsvermögen nur zu 25 % nutzten – einfach deshalb, weil wir zwar unsere Ziele, nicht aber unsere Begabungen (mit-)teilten. Hier ging viel Potenzial verloren, deshalb war im zweiten Halbjahr die Motivation jedes einzelnen Mitgliedes deutlich abgesunken. Das änderte sich schlagartig im Herbst 2012, als die Idee geboren wurde, ein gemeinsames Projekt zu starten, in dem die Fähigkeiten aller Gruppenmitglieder zusammengeführt würden. Die Synergieeffekte sollten dafür sorgen, dass wir ein selbst gestecktes Gruppenziel rasch erreichten. Endlich flammte wieder die Begeisterung aus der Anfangszeit unserer Gruppe auf. Alle waren hellwach und engagiert an der Diskussion beteiligt, welches Projekt wir starten sollten. Ihr ahnt sicher schon, worauf es hinauslief. Aber ich will den Dingen nicht vorgreifen. Denn ganz so einfach verliefen Ideenfindung und Einigung dann doch nicht.

Zwischen Idee und Umsetzung …

Denn bald wurde klar: Wir waren drauf und dran, unsere neue Idee zu zerreden. Für jeden Projektvorschlag gab es gute Gründe und ebenso gute Gegengründe. Daher setzten wir uns selbst die Pistolen auf die Brust und beschlossen, das Verfahren der Ideenfindung radikal zu verkürzen. Jedes Mitglied erhielt bis zum nächsten Treffen am 9. Dezember genau zwei Wochen Zeit, drei eigene Ideen zu entwickeln und diese anschließend den anderen Mitgliedern vorzustellen. Jede vorgetragene Idee wurde von den anderen auf einer Skala von eins bis drei bewertet. So blieben am Ende eines sehr langen Mastermind-Treffens von insgesamt zwölf Ideen nur noch vier auf den obersten Plätzen übrig.

Mastermind Google Hangout für Purzle Heart Article Rating Plugin
Mastermind Google Hangout für Purzle Heart Article Rating Plugin Unser erste Google Hangout Videokonferenz zur Entwicklung des Purple Heart Rating Plugin

… lag ein langer Weg 

Nun ging es also ans Eingemachte. Sollten wir Softwarelösungen entwickeln oder Kinderspielzeug? Oder gar ein gemeinsames Buch schreiben? Haltet uns nicht für hybrid. Aber wenn vier erwachsene Kerle mit unterschiedlichen Talenten wirklich mal Hand in Hand und Hirn an Hirn arbeiten, dann kann daraus doch nur etwas Gutes werden – oder? Tatsächlich waren die Ideen dann aber so breit gefächert, dass wir ein weiteres einschränkendes Kriterium finden mussten. Und das hieß aus meiner Sicht: Zeit. Denn nicht nur Start-ups wird mittlerweile empfohlen, gute Ideen rasch umzusetzen, ohne langwierige Absicherung gegen alles und jedes. Und nicht nur für unsere Gruppe war es dringend erforderlich, von der Diskussion und Entwicklung rasch zum Handeln zu gelangen. Klar, wir kannten uns bereits. Aber noch niemals zuvor hatten wir zusammengearbeitet. Würde die Zusammenarbeit funktionieren? Würden wir uns weiterhin gut verstehen? Würde sich jeder angemessen einbringen können? Und wie viel Puste hatte jeder von uns, um neben seinem täglichen Arbeitspensum noch mit und für die Gruppe arbeiten zu können? Endlich beschlossen wir: Das Projekt sollte innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes realisierbar sein. Und wir wollten einmal darauf verzichten, uns für alle Eventualitäten zu wappnen. Der Erfolg oder Misserfolg würde schon zeigen, ob und was wir da Sinnvolles zustande brachten.

Und endlich war es da: Purple Heart Rating Plugin für WordPress

Nach erneuten Abstimmungsprozeduren blieb dann schließlich meine Idee, ein Blogartikel-Bewertungs-Plugin (hier gratis) für den Marktführer unter den Content-Managment-Systemen (CMS) WordPress zu entwickeln, übrig. Und augenblicklich wusste ich auch, wie es heißen sollte: Purple Heart Rating Plugin. Ob es an meiner Vergangenheit als Fallschirmjäger lag? An meinem damaligen Interesse für die Geschichte der USA, zu der unverbrüchlich ihr erster Präsident George Washington gehört, der die berühmte Purple-Heart-Medaille als höchste Auszeichnung an Soldaten vergab? Ich weiß wirklich nicht, aus welchen Ecken meines Unterbewusstseins der Name und die Farbgebung hochstiegen. Was ich weiß, ist: Beides gefiel mir. Und meinen Mastermind-Freunden offensichtlich auch; zumal die grafische Gestaltung der Benutzeroberfläche unseres Blogpost-Bewertungsplugins mit einer militärischen Auszeichnung rein gar nichts mehr zu tun hatte.

Blogartikel Bewertungs Plugin für WordPress Designstudien
Blogartikel Bewertungs Plugin für WordPress Designstudien Erste Layoutskizzen zur graphischen Gestaltung der Benutzeroberfläche (GUI – Graphical User Interface)

Happy End mit Folgen

Gibt es eine Erfolgsstory ohne dramatische Wendepunkte? Was mit der neugierigen Frage begann, wie ich als Grafikdesigner dazu kam, mit meinen Mastermind-Buddys, ein Plugin für WordPress zu entwickeln, endet mit der traurigen Feststellung, dass unsere Gruppe bereits die Anfangsphase nach der Ideenfindung nicht ohne Blessuren überstand. Zum Jahreswechsel 2013 waren wir plötzlich nur noch zu dritt. Dennoch waren wir entschlossen, weiterzumachen. Nicht ich habe also das Plugin entwickelt, sondern wir. Und wie dieses Wir seinen Plan dann umsetzte – ja, darüber berichte ich am besten ein anderes Mal. Ist doch schon ganz schön lang geworden, dieser kurze Beitrag über unser für jeden engagierten Blogger hilfreiches und attraktives Purple Heart Rating Plugin für WordPress ;).

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Joachim Ciliox geschrieben.

2 Kommentare zu “Purple Heart Artikelbewertungsplugin: Wie alles begann

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