WordPress und die Geschichte der eskalierenden Admin-Meldungen

Letzten Donnerstag veröffentlichte Vova Feldman einen Artikel, in dem er darum bat, dass wir aufhören sollten, den Plugin-Autoren die Schuld an der Fülle von Admin-Meldungen zu geben, mit denen die Benutzer jeden Tag bombardiert werden. Der wahre Schuldige? Das Fehlen eines richtigen Benachrichtigungsmechanismus im WordPress-Kern.

Feldmans Beitrag wurde durch einen Tweet ausgelöst, in dem Scott Bolinger die Plugin-Autoren dazu aufrief, die Verwaltungsmitteilungen nicht außer Kontrolle geraten zu lassen:

„Ich stimme zwar zu, dass das zugrunde liegende Problem bei WordPress liegt, aber die Plugin-Autoren haben ihren Teil dazu beigetragen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie zum Sündenbock für alles, was mit dem System nicht stimmt, geworden sind“, schreibt Justin Tadlock bei WP-Tavern. Er entwickle WordPress Plugins seit 2007. Eines der ersten war ein Plugin, welches lediglich die Unterseiten der aktuellen Seite auflistete. In dieser Zeit habe er vielleicht zweimal einen benutzerdefinierten Verwaltungshinweis hinzugefügt, und zwar nur dann, wenn das Plugin eine größere Änderung hatte, wie z. B. eine Aktualisierung der Datenbank.

Viele Jahre lang arbeitete Justin in einer Blase, in der er sich einfach darauf konzentrierte, das zu schaffen, was er als ideale Erfahrung für seine Benutzer betrachtete, heißt es im Artikel weiter. Er wäre immer der Meinung gewesen, dass das System der Verwaltungshinweise eine miserable Erfahrung darstelle. Am Ende habe er es ganz vermieden, Mitteilung auf diese Weise anzuzeigen, weil WordPress schlicht kein Benachrichtigungssystem hatte. Kurzum: Zu einem großen Teil rührt das Problem von diesem Mangel an einem ordentlichen Benachrichtigungssystem her.

Justin beschreibt das System generell als „kaputt“. Denn Plugin-Autoren haben dieses System aufrechterhalten, indem sie es weiterhin benutzen, wenn es nicht notwendig war. Sie haben es genutzt, um kommerzielle Versionen ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen und gleichzeitig die Benutzer zu einer Fünf-Sterne-Bewertung aufzufordern.

Die Notwendigkeit eines besseren Systems

Es gibt keine offizielle API, und ohne eine API ist es selbst für Plugin-Entwickler von Drittanbietern unmöglich, verschiedene Lösungen zu entwickeln.

So kommt es, dass das derzeitige System auch für Werbung benutzt wird. Ganz häufig auch von bekannten Plugins (wie zuletzt von Yoast).

Keine Frage: Werbung muss sein. So finanzieren sich letztlich viele Plugins. Aber das sollte nicht Teil der Diskussion sein, schreibt Justin weiter im Blogartikel.

Am Ende läuft es auf eines hinaus:

Es sollte eine Standard-API für Plugin-Autoren geben und gleichzeitig den Website-Eigentümern volle Kontrolle geben. Die Benutzer sollten in der Lage sein, Hinweise ganz zu deaktivieren oder sogar Hinweise pro Plugin einzeln aktivieren/deaktivieren zu können.