7 Tipps, wie man den eigenen Blog richtig strukturiert.

Wie lassen sich Kunden/Benutzer/Leser, die über Suchmaschinen auf Ihre Website kommen, besser „bei der Stange“ halten, kontrollieren und zu langfristigen Lesern umwandeln? Diese Frage stellte ich mir schon vor geraumer Zeit. In diesem Artikel finden Sie meine Gedanken dazu.

Ein passendes Blog-Design wählen

Das Design ist meines Erachtens zwar nicht all zu wichtig, zeigt aber trotzdem Professionalität. An meinem Design ändere ich ja generell immer mal wieder kleinere Dinge. Größere Änderungen sind immer schlecht, weil dann genau ein Gefühl beim Leser flöten geht. Und das ist das Gefühl von „hier war ich ja schon einmal“. Ich bin immer am probieren und testen. Generell gilt aber: Das wichtigste soll auf einen Blick erkennbar sein.

Sortierung der Widgets richtig wählen

Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass sogar die Sortierung der Widgets eine wichtige Rolle spielt. Nicht nur, weil sich da drin oft auch Adword-Werbung befindet. Generell gilt aber: Je weiter oben sich ein Widget befindet, desto mehr Aufmerksamkeit erlangt es. Testen lässt sich das ganz einfach indem man so genannte Polling (also Umfrage-) Plugins nach oben schiebt. Je weiter oben, desto mehr Klicks erhält man dort.

Je nach eigener Präferenz bieten sich mehrere Möglichkeiten an.

  • Für persönliche Websites ist ein Text-Widget an erster Stelle eventuell die richtige Wahl. Es kann z.B. mit einem Foto darauf hinweisen, wer man ist. Damit wird sofort gesehen, wer den hier bloggt. Vor allem ein Bild und/oder ein Video finde ich immer besser als nur Text.
  • Ein Newsletter-Formular. Klar: wem ein Artikel gefällt ist vielleicht sogar an anderen Artikeln interessiert. Warum also nicht die E-Mail-Adresse des Benutzers abgreifen?
  • Oft werden auch die Meist-gelesenen Artikel oder Artikel-Empfehlungen aufgeführt. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Weiterführende Links sind ganz besonders wichtig wenn man den Benutzer länger auf der Website halten will.

Blog-Unterseiten – Weniger ist mehr!

Ich empfehle mittlerweile jedem der eine neue Website braucht, einen eigenen Blog stattdessen aufzubauen. WordPress ist ja mittlerweile schon richtig zum Content-Management geworden. Gerade, wenn die Seite nicht extrem groß werden soll. Für Kleinunternehmen und Mittelständer sicherlich eine sehr gute und kostengünstige Lösung die funktioniert.

Trotzdem stellt sich mir die Frage: Wie viele Unterseiten sollte ein Blog haben? Also statische Seiten (nicht die Artikel). Im einigen WordPress-Theme ist man meistens sowieso vom Platz her sehr begrenzt. Das finde ich super, weil man sich dann schon wieder überlegen muss, welche Seiten wichtig und welche unwichtig sind. Hilfreich ist hier vielleicht auch noch mein Tipp auf folgender Seite: Zu viele Links im Menü (im Blogartikel über die häufigsten Fehler bei der Webseite-Erstellung).

Blog-Kategorien können verwirren

Wer seine Blog-Kategorien nicht wirklich pflegt hat ein Problem. Verlinkungen dorthin bringen deshalb oft nichts. Das Problem ist, dass WordPress einfach die letzten Artikel in dieser Kategorie kurz anreißt und die Beiträge oft nicht wirklich zusammenhängen wie z.B. bei Artikelserien. Aber Ausnahmen bestätigen natürlich die Regeln.

Analytics im Auge behalten, Querverweise erzeugen

Toll an Analytics ist natürlich, dass man weiß, welcher Artikel oder welche Seite am häufigsten aufgerufen wird. Dementsprechend kann man eingreifen. Wenn man es also richtig im Auge behält, kann man bei den beliebtesten Artikel noch Ergänzungen anbringen (z.B. Links auf weitere Unterseiten zum selben Thema).

Ich habe das mal probiert, als ich einen Newsletter eingeführt habe. Bis heute ist zwar noch keine einzige E-Mail raus gegangen, aber trotzdem erhielt ich mehr Anmeldungen als sonst, weil ich ganz einfach einen Link auf meinen Top-Artikel setzte.

Ein guter Tipp ist das Benutzen eines „Related Post Plugins“, welches generell nach jedem Artikel weiterführende Links anzeigt. Dazu kommt: Je mehr Links auf einer Seite zum selben Thema, desto schöner für Google.

Sich in die Situation eines Neuankömmlings versetzen

Tja. Das ist eigentlich mein großes anliegen. Ich versetze mich deshalb mal in die Lage eines Neuankömmlings:

  1. Was sieht man aus Sicht eines Neuankömmlings als erstes? Was fällt auf? Gefällt das Design sofort? Für eine Reiseseite wären das z.B. Sand & Meer-Farben. Sonne, Strand, Meer, Palmen kommen immer gut an.
  2. Was ist das Hauptthema des Blogs? Ist es sofort und klar ersichtlich? Klar. Bei mir steht „WordPress Hinterland“. Auch wer nicht sofort weiß, was denn ein „Hinterland“ sein soll weiß aber sofort: Das Hauptthema ist wohl WordPress selbst. Schwieriger wird es natürlich, wenn man einen Namen gewählt hat, der zwar schön klingt aber gänzlich der Phantasie entspringt. Neuen Besuchern wird es dadurch schwieriger gemacht, das Hauptthema schnell zu erkennen. Es sei denn, das Design erzeugt einen eindeutigen Eindruck.
  3. Je nachdem wo der neue Leser landet sieht er entweder eine Auflistung von Blogartikeln oder direkt einen kompletten Artikel.
    Und was dann?

Es stellen sich also Fragen wie:

  1. Was ist das für eine Seite, auf der ich gelandet bin?
  2. Über was wird hier geschrieben und wer schreibt hier?
  3. Wo ist der eigentliche Inhalt?
  4. Wo ist die Antwort auf meine Frage?
  5. Welcher Inhalt ist für mich wichtig? Und wie kann er mir weiterhelfen?

Ich glaube, dass ich viel mehr Stammleser alleine dadurch gewinnen könnte, wenn ich die Leute mehr an meine Website fesseln kann. Wo finde ich was? Wurde über dies und jenes schon mal geschrieben?

WordPress-Landingpage

Alle Missstände (wie oben genannt) könnten wir aus dem Wege räumen, würden alle neuen User auf eine Landingpage umgeleitet. Unter Landinpage (Wikipedia-Eintrag dazu) versteht man im allgemeinen ja eigentlich eine getrennte Website oder eine einzelne Seite, die mit unter vielleicht ganz anders als die eigentliche Website designed ist.

Ich möchte das eigentlich nicht. Für mich wäre wichtiger, dass die User auf der Website bleiben, damit sie sofort weiter klicken können, falls Interesse besteht. Deshalb habe ich mir überlegt, eine Art „Featured Post“ auf der Startseite für alle neuen User anzeigen zu lassen. Aber: alle anderen User, die immer wieder kommen, sollten diesen Beitrag nicht sehen. Das sollte anhand eines Cookies ja relativ leicht zu ermitteln sein.

Dazu gäbe es jetzt schon ganz gute Plugins. Zum Beispiel das Featured Post Plugin. Das Problem ist aber, dass diese nicht über Cookies gesteuert werden können.